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Nikolausi Motorradtreffen 8.-9.12. 2001
- Berichte_Struktur:
Von: Konny
Datum: 9.12. 2001 19:36:25
Tach Leutz,
Nachdem ich nun etwas Schlaf nachgeholt habe, werde ich mal versuchen, die Geschehnisse des WE in Worte zu fassen.
Samstag morgen halb zwölf in Deutschland: Konny bequemt sich eben aus der Koje mit dem festen Vorsatz, eine halbe Stunde später gen Nikolausi aufzubrechen. Telefon, Frau ist dran, Rolf hat angerufen und angemeldet, er hätte Lust noch etwas spazierenzufahren. Rolf angephont und ausgemacht, man trifft sich um 1300 am Bauhaus Kiosk in Ulm, weil da schmeckts besser als bei McD (O-Ton Rolf). Ich dahin, Rolf war schon da. Noch schnell einen Kaffee getrunken - der schmeckte zwar furchtbar, dafür war er lauwarm. Nach einem zarten Hinweis an Rolf, daß mein Mopped gerade die dumme Angewohnheit hat, sich um schnelle, langgezogene Kurven zu "schrauben" und außerdem meine Kupplung ja noch rutscht, gings los.
Rolf entspannt vorneweg, ich schraubend, schleifend und um Anchluss kämpfend hinterher. Nun weiß ich wenigstens, daß Rolf Geschwindigkeitsbegrenzungen grundsätzlich mit 2 multipliziert. Um 1400 waren wir das erste Mal beim Nikolausi, wo allerdings noch nicht allzuviel los war. Zur Begrüßung gabs erstmal einen vierstöckigen, den ich in Anbetracht der Temperaturen doch tatsächlich auch getrunken habe. Eine halbe Stunde später waren wir schon wieder unterwegs nach Herbrechtingen, um meine Familie abzuholen, die mit Auto nachgereist kam. Beim zweiten Einlaufen beim Nikolausi gabs auch prompt wieder einen Vierstöckigen. Mittlerweile war auch Tanja unstandesgemäß mit Dose eingelaufen, aber immerhin war sie da. (kleiner Seitenhieb auf ca. 40 nicht anwesende Mfu´ler ;-) Mfu = Mich frierts unglaublich
Eigentlich wollte ich ja am Samstag abend wieder nach Hause tuckern, aber Rolf hatte ein Hotel bestellt - zwei Freunde aus Ludwigsburg samt Wohnmobil, und so lies ich mich breitschlagen, dazubleiben. Tanja verabschiedete sich alsbald wieder mit der Absicht, sich am Sonntag telefonisch zu melden, um mit uns noch eine Ausfahrt zu machen.
Die Fete kam auch langsam in Schwung, das Feuer wurde größer und so wurde es langsam auch gemütlich. Auch meine Vorarbeit am Freitag beim Stammtisch zeigte Früchte und so fand auch Sven noch den Weg zum Nikolausi. Zur allgemeinen Erheiterung trugen die Nikolausmützen bei, die Heidrun für uns organisiert hatte. Die langen, weißen Pippi-Langstrumpf-Zöpfe zauberten ein Lachen in fast jedes Gesicht und bewogen Sven dazu, sich zuerst gegen eine dieser Kopfbedeckungen zu sträuben - natürlich erfolglos.
Den Rest der Fete kann sich jeder Lagerfeuerfetenerprobte vorstellen. Erwähnenswert noch der späte Versuch eines HD-Gespannfahrers, einen Burn Out auf den Asphalt zu zaubern. Nach ungefähr zehn natürlich erfolglosen Versuchen hatte er endlich Mitleid mit seinem Gefährt und lies es bleiben. Dann noch der Versuch seines stockbesoffenen Kameraden ebenfalls mit HD, allerdings ohne Boot: Einer hielt vorne im Schweiße seines Angesichts dagegen und er gaste, was das Zeug hielt. Nach erfolgreichem Abschluss der Kommentar des vorne Haltenden: Du hätsch jo au d´Brems zieha kenna, du Depp.
Nachdem Sven der Beinharte sich irgendwann nachts wieder auf den Heimweg gemacht hatte und bei Rolf sich unwiderstehliche Ermüdungserscheinungen zeigten, haben wir uns ins Wohnmobil zurückgezogen. Mein Versuch, schneller zu schlafen als Rolf, war nicht von Erfolg gekrönt und so durfte ich mir anhören, wie er einen Baum nach dem anderen fällte und fein säuberlich zu Brennholz verarbeitete. Sein erster Ausspruch nach Erwachen heute morgen war folgerichtig auch ein kaum verständliches, weil krächzendes "Waaaassser"
Nachdem Tanja bis mittag sich nicht gemeldet hatte und Rolf noch Besuch zuhause erwartete, beschloss ich, gleich nach Hause zu tuckern.
Fazit: Eine tolle Fete, ca. 50-60 Leute, arschkalt (einer erzählte was von -8 Grad heute nacht) und schee wars.
Achso, fast hätt ichs vergessen: Edgar hätte beim Nikolausi ernsthafte Konkurrenz als Chefpyromane gehabt. Da schaffte es tatsächlich einer, einen ganzen Kubikmeter auf einmal aufs Feuer zu schichten - Mann hat der geschwitzt.
Gruß
ein müder Konny
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