Ostern 9.-12.4. 2004
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Von: Edgar
Datum: 13.04. 2004 21:22:04
Kurzfassung: Genial!
KM: Ca. 2000 (Genaue Zahl hat Rolf, glaub ich...)
Längere Version
Prolog
Eigentlich war alles klar... Bis Micha seine und anderer Teilnahme verkündete. Das Chaos habt ihr ja mitbekommen ;-)
Am Donnerstag sind dann nochmal die Telefondrähte heißgelaufen und so wurde besprochen daß die Variante "Schweizer Autobahn" am Freitag Morgen beim McD besprochen und beschlossen wird. Eric würde ggf. nach Bregenz umgeleitet werden. René kommt mit Nina nach und wir treffen uns unterwegs. Micha kommt mit Mago auch nach, die wollen allerdings in Vicenca Bill besuchen. Pictor hat abgesagt - aber das war ja eigentlich auch klar...
Karfreitag
Treffpunkt 0900 McD. Es kamen Rolf, Andy und ich.Etwas frisch aber Sonne pur und ganz kleine weiße Wölkchen. Laut WetterOnline sollte es Regen geben in der Schweiz, so haben wir beschlossen über Fernpaß/Brenner zu fahren um wenigstens heute noch im Schönen ein paar Landstraßenkilometer geniessen zu können. Zumal wir davon ausgingen im "April-Wetter" dort unten rumzufahren und dann die Rückfahrt über Mailand/Como/Chur schnell hinter uns zu bringen.
Also AB bis Oy. Inzwischen haben sich die Wölkchen enorm vergrößert. Eric wird auf dem Weg zum Oberjoch aufgelesen. Die Sonne ist weg. Auf dem Oberjoch ist es extrem frisch. Wir müssen uns einen Weg durch die Schifahrer bahnen. Tanken in Weßenbach. Es wird langsam wieder wärmer, nur der Himmel geht langsam ins gräuliche über. Fernpaß ohne Pause - verflucht war das kalt! Am Brenner stehen Gendarmen mit reichlich Kundschaft - direkt an der Grenze. Oben leichter Schneefall, naja, gefrorener Nebel. Kurze Pause. Nächster Halt: Ziggler. René kommt auch, allerdings ohne Nina - die wurde ins Flugzeug nach Rom gesetzt.
Inzwischen ist es deutlich wärmer, richtig angenehm. Nur der Himmel ist sehr dunkel. Wir beschließen über Auer, Cavalese und Cembra nach Trento auf die Autobahn zu fahren. Ab Auer fängt es langsam das Tröpfeln an, ab Cavalese regnet es. Cembratal naß macht auch mit der VStrom Spaß, aber eindeutig nicht bei weißem Straßenbelag. Inzwischen regnet es heftig. Andy weigert sich tapfer seinen Regenkombi anzuziehen. Respekt! Als wir ihm erzählen wir fahren jetzt bis Genua durch holt er doch seinen Plastikanzug... Nach der Ticket-zieh-Station in Trento springt Renés Bandit nicht mehr an. Und der Anlasser macht nur noch Muckser ("Und ich hab' meinem Mech noch gesagt er solle eine neue Batterie einbauen!"). Also anschieben.
Leider geht es erstmal steil bergauf auf die AB. Oben angekommen haben wir festgestellt daß wir jetzt auf dem Beschleunigungsstreifen anschieben müssen und von unten heftig Verkehr kommt. Also, wozu ist so ein Streifen da? Genau... Aber sie läuft! Es regnet und wir fahren Autobahn Richtung Verona. Kurz vor Verona wird es langsam dunkel und wir beschliessen Quartier zu suchen. Hat Rolf auch gefunden - in Verona. Naja, im Industriegebiet... Dusche, Abendessen, der Wein ist gut. Die Laune steigt. Alle Wetter- Infos werden nochmal abgefragt und wir beschliessen nach Genua zu fahren. Dort soll es bis Dienstag schönstes Wetter sein. Wir sind überzeugt, und überhaupt, alles ist besser als Regen.
Karsamstag
Regen. Autobahn Brescia, Viacenca. Der Regen hat aufgehört. Kleine blaue Stellen sind zu sehen. Wir beschließen über das Val di Trebbia nach Genua zu fahren. Ich beschließe die Winterhandschuhe gegen die mit Gefühl auszutauschen. René und Andy weigern sich standhaft die Regen- kombis auszuziehen. Die blauen Stellen werden größer, die Straßen kurviger und sind trocken. Also geht die Hatz los... Sagenhaft! Ich bin begeistert. René übersieht in seinem Eifer daß die Plastik- Überzieher an seinen Schuhen quasi nix aushalten wenn sie in den Kurven am Boden schleifen...
Leider ist das Tal irgendwann zu Ende und wir sind in Genua. Traumhaftes Wetter, kein Wölkchen, bockelwarm. Das hat allerdings der Wirt in seinem Strand-Café noch nicht mitbekommen. Leider gibt es keine Außentische. Aber Sicht aufs Meer und Pottwale. Und ein Karussel. Weiter geht's auf der Küstenstraße nach La Spezia. Wunderschön, tolle Ausblicke, Berg-und-Tal-Bahn mit viel Kurven. Allerdings sind die ersten 30 km eine einzige Stadt. Als wir langsam das Murren anfangen sagt Rolf daß es jetzt gleich in die Berge geht. Und dann wurde es genial! Auf der Strecke kamen ca. alle 20km ein großer Parkplatz mit ungefähr 1000 italienischen Papageien! So genial war die Strecke! Irgendwann hat Rolf dann leider an einem Campingplatz angehalten und gesagt "Den kenn' ich! Da frag ich mal nach Zimmer". Und es gab auch welche in einem ziemlich heruntergekommenden Haus. Ohne Dusche. Etagenklo. Ein Steinfußboden mit schätzungsweise -30°. Ein Heizlüfterchen den garantiert Edison, Gott hab' ihn seelig, noch gebaut hat. Kein Einzelzimmer.
Gut, denken wir uns, ein Schnäppchen quasi. Und nach dem doch recht kostenintensiven Aufenthalt in Verona genau das richtige für die Reisekasse. Wir decken uns im Campingladen mit Wein, Wasser und Bier ein. Ein Ristorante gibt es nicht, aber Rolf kennt ein gutes im Nachbardorf. Auf Duschen wird verzichtet. Der Weg ist schon sehr weit zum Campingplatz. Micha meldet sich und wird in jenes Ristorante gelotst. Welches wirklich genial ist.
Dann zurück in unser Haus, der Wein schmeckt erst mit der Zeit. Andy und ich haben ein Doppelzimmer nachdem ich ihm Ohrstöpsel gegeben habe.
Ostersonntag
Herrliches Wetter! Blauer Himmel und recht warm. Super. Wir beschliessen die Gegend zu erforschen und ein weiteres mal in dieser Unterkunft zu nächtigen. René ist bereits am Morgen nach Rom unterwegs zu seinem Bruder und Nina. Die Straßen in der Gegend sind potentiell genial - nur war bis vor wenigen Tagen noch Winter und die Straßen somit unrepariert und ungekehrt. Micha verweigert an einem Paß "Da war ich gestern schon und wär beinah in die Tiefe geschossen!". Was mich ziemlich irritiert und ich die ganze Zeit nach den gefährlichen Stellen Ausschau halte. Was schon ziemlich den Spaß mindert da doch die VStrom wie auf Schienen selbst bei Geröll und Kies...
Irgendwann sind wir dann wieder am Campingplatz und wir beschließen eine Pizzerei im anderen Nachbardorf aufzusuchen. Geduscht wird nicht - wir sind ja nicht zum Duften da. Um eins geht's dann ins Bett - 3 Tage MFU zehrt schon gewaltig an den Reserven...
Ostermontag
Zeitig aufstehen, Klamotten packen und auf dem Mopped verstauen. Von Micha, Mago und Bill verabschieden, die wollen noch ein paar Tage Urlaub machen.
Im Camping-Laden Cappu trinken. "Zahlen wir gleich oder frühstücken wir zuerst?" Zuerst zahlen. Der Wirt will doch tatsächlich 60 Euronen pro Nase! Und bescheißen tut er auch noch. Und beim Diskutieren verlernt er auch noch sein deutsch! Mafia-Verbrecher! Eric muß als erstes seine Reiskasse auffüllen - also ins 15km entfernte Lavento zum Bancomat. Andy hat seinen Rucksack vergessen - also wieder zurück zum Camping-Laden. Wir beschließen direkt auf die Autobahn zu fahren da inzwischen der Himmel komplett bewölkt ist und es nach Regen ausschaut. Zuerst an der Küste entlang nach Genua. Stau. Das kann ja heiter werden... Aberwitzig schlängeln wir uns an den Autos vorbei was Andy den Schweiß auf die Stirn treibt. Dann von Genua Richtung Mailand. Mit einer Strecke bei der man sogar auf der Autobahn seinen Angstrand verliert...
Dann Como, St. Bernhardino. Oben ist's wieder sehr frisch. Wir können Rolf überreden doch lieber im Tal was zu essen. Leider gab's nix, so war der nächste Halt Heidiland. In Bregenz hat sich Eric verabschiedet, ich mich in Leutkirch, und von Rolf und Andy weiß ich nix.
Fazit
Tolle Gegend da unten! Fürs nächste mal sollte man allerdings eine zentrale Unterkunft ausfindig machen, und, ganz wichtig, erst später im Jahr dort runterfahren. Aber alles in allem: eine geniale MFU-Tour! Und der Kachelmann kann noch einiges von uns lernen...
Gruß Edgar
P.S.: Will jemand eine DoppelX haben?
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