Too fast to die

Polkappenschmelzen I 12.-13.5. 2001

  • Berichte_Struktur:

Von: Dieter
Datum: 14.5. 2001 12:19:03

Eckdaten:
- 11 Personen (Heidrun, Rolf, Sebastian,
Andrea und Andrea, Thomas, Georg, Susanne,
Robert, Edgar und ich)
- drei Kisten Bier, elf Flaschen Wein,
div. Schnaps, Grillgut und Salate.
- drei Katzen (leben alle noch), ein Hund
und div. Kleinzeugs (lebt nicht mehr alles)
- 110 km Ausfahrt (Sonntag)

Vorab muss ich erst mal das wichtigste schreiben: Einen dicken, fetten Dank an Heidrun und Rolf, die selbstaufopfernd ihr Haus und Grundstück mit samt Polkappenabschmelz-Grill zur Verfügung gestellt haben. Ihr zwei seit richtig gute Gastgeber!

So, nun zum Bericht. Da meine Andrea und Thomassens Andrea noch wichtiges zu erledigen hatten, sind wir erst später nachgekommen. Wir haben und uns um 1430 bei Thomas getroffen und sind dann zu viert gemütlich nach Horn gefahren. In Horn angekommen waren noch alle zum Baden ausgeflogen. Edgar hat mir schon die GPS-Koordinaten per SMS auf´s Handy geschickt. Ein kurzer Anruf ergab aber, dass alle schon auf dem Rückweg waren. Laut Koordinaten war der See 16,8 km Luftlinie entfernt. Eine Stunde später ist die Rasselbande dann eingetroffen. Wir haben sie zwar drei mal schon früher vermutet, das war aber dann doch immer nur ein Traktor.

Der erste Einruck war dann recht nett mit den ganzen Moped´s auf dem Hof. Gegen Abend haben wir versucht, mittels Feuer, die globale Erdtemperatur zu erhöhen, um die Polkappen abzuschmelzen. So gegen 2100 dachte ich, ich hätte ein Fahrzeug mit niederländischen Kennzeichen gesehen. Alles klar, die Niederlande stehen schon unter Wasser. Das war aber dann doch ein Trugschluss. Naja, man kann sich ja mal täuschen.

Da es leider nicht geregnet hat, mussten wir uns irgendwie anders nass machen. Das haben wir dann von innen geschafft. Am Abend wurde viel geredet, getrunken, gegessen, gelacht. Die Bilder sprechen für sich. Gegen 0500 haben dann auch Robert, Edgar und ich uns überlegt schlafen zu gehen, da es hell wurde und keiner von uns die Sonne wirklich sehen wollte.

Jetzt muss es ein Missverständnis gegeben haben. Zuerst weckte mich mitten in der Nacht Andrea, dann Georg. Beide stinksauer. Das ist nichts schönes, wenn man so was nach einem feinen Schlummerschaf miterleben muss. Georg ist scheinbar auf den Balkon umgezogen und Andrea konnte nicht mehr schlafen, da ich geschnarcht hätte. Das kann aber gar nicht sein, denn ich schnarche ja nicht, zumindest habe ich mich noch nie schnarchen gehört. Das haben die bestimmt geträumt.

Der Sonntag morgen war einfach nur schrecklich. Es war hell und ich musste zusammenhängende und komplizierte Aufgaben lösen, wie Reden zum Beispiel oder eine Tasse Kaffee zum Mund führen. Gegen Mittag mussten ich dann auch noch, unter Gruppenzwang, Motorrad fahren - igitt. Die Fahrt kam nur sehr langsam in die Gänge (warum nur?). Wir sind, zum Glück, in keine Polizeikontrolle genommen, da man, zumindest in Deutschland, nicht mit zwei Promille Motorrad fahren darf. Irgendwann hat´s dann aber mal Spass gemacht. Nach 110 km ging´s wieder zu Heidrun und Rolf zurück. Nach einem Kaffe Aufbruch. Jeder ist dann in seine Richtung gefahren. Heidrun und Rolf mussten nicht mehr fahren - Neid.

Edgar ist voraus. In der Gruppe waren Edgar, Robert, Andrea und ich, und, natürlich Suanne "Ich fahre immer nur nach den Verkehrsregeln". Ich weis nur immer noch nicht, welches Land solche Verkehrsregeln hat. So langsam sind wir aber dann doch wach geworden und die Drosselklappen waren selten zu. 34 Minuten von Horn nach Ulm Fahrzeit.

Abschließend ist noch zu erwähnen, dass ich um 1900 geschlafen habe.

Gruss Dieter

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