Too fast to die

Frontour - 10.-13.6. 2004

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Von: Helmuth
Datum: 16.6. 2004 13:52:59

Vogesentour 10.06.04

"Pünktlich" um fünf nach 0900 trifft Sven beim MC D. ein. Wir trinken noch unseren Kaffe und begeben uns auf den Weg in die Vogesen. Wir, das sind Andrea, Andy, Dieter, Helmuth, Tanja und Sven.

Unser Sixpack geht auf Fahrt. Über Ehingen, Riedlingen Sigmaringen geht's in s Donautal, die erste interessante, abwechslungsreiche Strecke. Tuttlingen ist schnell passiert und ab Bonndorf finden wir die richtig geilen Strecken bereits am Rand des Schwarzwaldes. In Häusern kurz nach dem Schluchsee müssen wir tanken und gleichzeitig überkommt uns der Hunger. Neben der Tanke finden wir eine Kneipe und verabreden uns mit Bobby zwischen Todtmoos und Todtnau. Nachdem er mit Sandra in Todtnau leider eine Stunde warten musste, treffen wir uns auf halbem Weg und nehmen gemeinsam das Wehratal unter die Gummis. Entsprechend flott geht's das wunderbar geschwungene Tal hinab Richtung Schopfheim. Dann fehlen auf einmal Dieter und Andrea. Große Unruhe bei uns. Wir warten und weil wir uns Sorgen machen, (vielleicht hat Andrea wieder ihren Nachlauf korrigiert) fährt Sven zurück. Wir warten weiter in praller Sonne und recht lange in Steinen. Sven kommt zurück. Eine kleine Missinformation war der Auslöser, dass Dieter mit Andrea schon viel früher Richtung Kandern abgebogen ist, als wir. Wir könnten weiter, müssen aber nochmals warten, weil Sven noch telefonieren muss. (Scheiß Handy). Andy und ich nehmen den Weg über die Berge; genial, während Sven und Tanja den direkten Weg nach Wies nehmen. Dort sind alle wieder zusammen und die Hatz kann weitergehen an Marzell vorbei über Badenweiler Richtung Müllheim. Andrea und Dieter haben bereits Zimmer in Müllheim-Niederweiler reserviert, wo wir erledigt duschen und lecker Abendessen genießen. Bobby und Sandra verabschieden sich nach dem 3. sauren (versehentlich süßem) Radler und wir lassen den Abend langwierig ausklingen.

Der Freitag bringt nur Regen und Kreuzworträtsel, Spiegel, Grünes Blatt und wieder Kreuzworträtsel. Dieter empfiehlt wieder Schweinebäuche an der Börse zu ordern.

Samstag schon wieder heller, trocken und ab in die Vogesen. Frag mich aber keiner, wo die genialen Strecke zu finden sind, die wir fahren. Tatsache ist, dass ich, mit Andy, Sven und Tanja in Colmar an der Ampel stehend, einfach geradeaus fahre, obwohl Andrea am Straßenrand wild fuchtelnd auf sich aufmerksam macht. Jedenfalls mache ich die Stadtrundfahrt durch Colmar und wir treffen uns nicht am Col de la Schlucht. Nicht weil nur ich dort bin, sondern weil Andreas Kupplungszug riss und alle noch am Col de Wettstein nahe Orbey warten. Also begebe ich mich über die Route des Crêtes dorthin und habe eine schöne Extratour um den Lac Vert und Lac Bleu. Gemeinsam über den Col de la Schlucht und über Nebenstraßen hinab nach Xonrupt an den Lac de Longemer. Schnell einen Café Olé (au lait) den Sven spendiert. Über die Schotterstrecke die 17 km Schotterstrecke genannt wird, geht's südlich vom See weg Richtung Vagney und wieder hinauf nach Rochesson, Die D 486 über La Bresse und Cornimont, dann auf Nebenstraße durch Ventron über den Col de Oderen irgendwie nach le Markstein. Die Route des Cretes hinunter vorbei am Grand Ballon (1424m) und vor Cernay tanken wir bevor wir in Uffholtz einen genialen Café au lait einnehmen wollen. Aber leider hat "Gasthaus Frantz" erst ab 1800 geöffnet und in der zweiten Kneipe vom Ort will es uns nicht so recht gefallen. So nehmen wir den Weg über Einsisheim zurück nach Müllheim-Niederweiler in unser Gasthaus Warteck. Nach diesem Tag sind wir einfach nur müde.

Der Sonntag ist vom Wetter her auch nicht gerade der Hit, aber wir sind pünktlich um 1000 auf dem Weg zum Belchen. Dieter führt uns über gigantische Strecken des südlichen Münstertales nördlich um den Schluchsee, wo es bissel zu regnen anfängt, wieder in's Wehratal. Vor lauter Faszination kann ich die Orte gar nicht mehr wahrnehmen und finde mich unversehens in Tiengen wieder. Auf dem Weg nach Schaffhausen trennen sich unsere Wege, weil ich dringend heim muss und die anderen dringend einen Kaffee am Rheinfall brauchen. In Klein-Erzingen biege ich links ab Richtung Wutöschingen und richte mich auf der B 314 nach Stühlingen und Blumberg. An Geisingen vorbei die Immendinger Steige hinauf mit ihren nicht enden wollenden weiten Kurven und durch Tuttlingen. Bei Neuhausen-Nonndorf verlasse ich die B 311 und kurve schwungvoll über völlig leere Straßen bei Gutenstein wieder ins Donautal. Dann Sigmaringen, Herbertingen bis Ertingen. Hier weg über Dürmentingen nach Uttenweiler. Ab jetzt fahr ich nur nach innerem Kompass und versuche die regenbehangenen Wolken zu umfahren. Das gelingt auch fast, bis ich bei Schwendi das typische blaue "Aufheimer Hoch" entdecke. Bis ich merke, dass das Hoch doch über Illertissen steht. So wird meine Fuhre doch noch einer ausgiebigen Wäsche von unten und oben unterzogen.

Fazit: Die Vogesen sind absolut genial, und die Franzosen bauen herrlich zügige Kurven. Aber der Schwarzwald ist mindestens ebenbürtig.

Gruß Helmuth

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