Too fast to die

Mit den Banditen in die Dolos - (2006)

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Hi Leute,

hier ein Bericht vom langen Wochenende.

Treffpunkt war am Donnerstag 0900 am McD Blautal, der im Augenblick gewaltig umgebaut wird. Alle sind da, Matthias und Kati auf Guzzi (sind bereits aus Sinsheim angereist!), Andy und Inge, Andrea, René, Dieter und ich.
Wetter ist super, hatte ich mir schlimmer vorgestellt. Zügig ging's los AB bis Grenzstation Lindau ("Brauchen wir wirklich Vignetten?"), Schweiz, Heidiland. Micha und seine Banditen sind auch schon da. Jetzt müssen sich die Buben und Mädels entscheiden welche Route sie fahren wollen. Wir entscheiden uns für Splügen, St.Moritz, Bernina. Wir verlieren Matthias mit Kati ("Hast du Matthias gesehen?" - "Nein" - "Ja,der ist hinter uns" - "Ja, der ist schon voraus gefahren"). Später erzählt er daß sie eine Pause machen mußten da Kati unterzuckerte. Aprica, Tonale. Die anderen Banditen entscheiden sich für die Abkürzung übern Albula. Micha, Gaby und ? fahren noch mit uns mit. Sybille wäre gerne auch mit uns wollte aber die Banditenneulinge nicht alleine fahren lassen.

Am Tonale haben wir dann die anderen überholt. Micha muß mit Sandy fahren. Mendelpaß runter. Meine Bremsen wollen nicht mehr so richtig. Ritten wird ausgelassen (für heute :-) ). Würzjoch (trocken!, asphaltiert, gekehrt - dem Giro sei Dank (auch wenn am Vortag wegen Schneefalls! die Etappe gekürzt wurde)). Einfahrt nach Untermoi, man sieht jeden Parkplatz mit einem Motorradhänger belegt. Die spinnen die Banditen. Feierabendweizen, Abendessen, brav gewesen. Ca. 1 Stunde später kommen die Albula-Banditen an.

Fazit Tag 1 (inkl. Vorfälle im Vorfeld)

  • - 1 Bandit wird beim Aufladen geschrottet ("Die war so schwer und da wollte ich nicht schieben...")
  • - Gleiche, reparierte Bandit wird beim Transport verloren ("Die Transportschienen zu montieren war mir zu blöd...")
  • - Eine andere Bandit wird ebenfalls beim Transport auf der Autobahn "verloren"
  • - Sybille entscheidet sich dem Straßenverlauf nicht zu folgen ("Und dann bekam ich einen Krampf in der linken Hand und konnte nicht mehr kuppeln. Um die Situation zu retten wollte ich dann bremsen - umsonst...")

Freitag 26.5.

0900 Frühstück. Ich brauch dringend Bremsbeläge. Also ab nach Trento über Grödner Joch, Sella, Vassatal, Val di Cembra. In Trento dann zum Suzi-Händler. Noch 'ne halbe Stunde bis die Mittagspause 'rum ist. Andrea, Dieter, Andy und Inge wollen ein Eis essen gehen. Andy kommt nach 10 Minuten wieder. Er hat die anderen verloren. Es gibt leider nix, aber es gibt ein Bremsenhaus! in Trento. Inzwischen sind es 35°. Im Bremsenhaus werde ich dann von einem Traktorölfilterspezialisten bedient der kein Wort deutsch kann. Er findet allerdings sofort den Brembo-Katalog. Die VStrom finden wir auch gleich ("DL mille, mille!"). Er schreibt sich eine 20-stellige Buchstabenzifferkombination auf und verschwindet im Lager. Kommt wieder mit einem Schächtelchen. Ob ich Doppelscheiben hätte, fragt er. Ja, klar. Mist, gibt nur noch einen Satz. Er blättert wieder im Katalog, seine Miene erhellt sich, es gibt 2 Nummern fürlinks und rechts (!), wieder ins Lager, 2. Schächtelchen.
Dann diskutiert er noch mit seinem Kollegen ob er jetzt das richtige gemacht hat. Der Kollege schaut nicht zuversichtlich. Zurück zum Suzi-Händler. Der Mech baut die rechte Bremse auseinander, ich schau mir die alten Beläge an, naja, sooo schlecht sehen sie gar nicht aus. Aber wechseln wir lieber. Jetzt bin ich allerdings etwas verwirrt wie aus so einem kleinen Schächtelchen so große Bremsbeläge rauskommen sollen. Der Mech flucht, baut die Bremse mit den alten Belägen wieder zusammen und schickt mich wieder zum Bremsenhaus. Ich gehe diesmal sofort zum Kollegen. Der kommt mit 4 Schachteln aus dem Lager. Sehen alle so aus wie die eben inspizierten. Nur einmal in rot und einmal in blau. Was denn der Unterschied wäre, frag ich ihn. "-". Er kann kein deutsch und ich kein italienisch. Ich nehm die blauen da meine VStrom auch blau ist. Zurück zum Suzi-Händler. Mech ist zufrieden, baut die neuen Beläge ein. Und ich bin zufrieden. Blau ist gut. Da es schon spät ist beschließen wir per Autobahn zum Ritten zu fahren. Ritten Nord wieder runter, Vilnösstal, Würzjoch (trocken!). Nicht ganz so brav gewesen.

Samstag 27.5.

0900 Frühstück. Das Wetter spielt heute nicht so ganz mit, scheint es. Wir beschließen nach Cortina zu fahren zum Eisessen. Dieter und René wollen noch etwas Schlaf nachholen. Auf dem Falzarego beschließt ein weiterer Banditfahrer (auf einer Kawa) die Straße zu verlassen. Abtransport per Heli, scheint aber nicht so schlimm zu sein. In Cortina wird das Wetter immer mieser, wir beschließen wieder Richtung Westen zu fahren. Also alles wieder zurück. Nochmal Grödner Joch, die Sonne kommt raus. Kastelruth, Eis essen, die Sonne knallt. Dann wieder Vilnöss, Würzjoch (trocken!). Brav gewesen.

Sonntag 28.5.

0900 Frühstück. Wir brechen zügig auf da das Wetter nichts gutes verspricht. Noch ist alles in Ordnung, wir wollen trotzdem auf direktem Weg nach Hause, also Brenner, Fernpaß, A7. Ab Fernpaß nieselt's, ab Reutte schüttet's. Ab Memmingen ist wieder alles gut.

Schee war's. Und ein trockenes, ebenes Würzjoch macht auch Spaß!

Gruß Edgar

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