Too fast to die

Fahrt in den Mai - Der Bericht

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Von René, 02.05.2007, 11:09

Der Aufruf und die Karten und die Bilder

Hallo MFUler,

>> Ausführlicher Bericht kommt von René ...

dann will ich es mal versuchen, mit dem berichten.

Als ich trotz regem Verkehr bei strahlendem Sonnenschein pünktlich um 0930 beim Rasthof Leipheim eintreffe sind Andrea, Dieter und Edgar (ich möcht fast sagen natürlich) schon da. Nach kurzem begutachten der Neuigkeiten in dieser Saison geht es weiter über München bis Oberaudorf auf der Autobahn. Wir kommen trotz weiterhin viel Verkehr gut voran.

Danach geht es über Kössen, Lofer, Zell am See zum Großglockner. Nach lösen der Tageskarte (auch kein Schnäppchenpreis für Edgar da der ADAC es nicht auf die Reihe bringt) um 18 € und der Warnung man solle vor allem im oberen Bereich vorsichtig fahren geht es rauf. Juhu, zum ersten mal heute richtige Kurven. Vorsicht war aber tatsächlich geboten. Von Dieter´s Hinterreifen prasselt die ganze Strecke Kies usw. auf mich. Ich denke der Edgar vorne hat es gut.

Durch Kärtnen durch alles ok, bei Spittal an der Drau geht es auf die Autobahn. Kaum sind wir drauf geht meine Reservelampe an. Nach ein paar km zeige ich Edgar meinen Mangel an Benzin an. Nach weiteren ca. 20 km kommt ein Schild "Tankstelle in 5 km". Doch die Freude ist kurz, nach 4km biegt Edgar von der Autobahn ab. Meine (neue) Hoffnung, dass da eh gleich ne Tankstelle kommt löst sich bald in Luft auf. An einer Kreuzung hält Edgar, ich habe mittlerweile rund 55 km mit meinen 3 Litern Reserve abgespult. Als ich ihn Frage wann denn endlich ne Tanke kommt meint er in 7 km, aber wir hätten auch schon früher eine anfahren können. Naja, hätte wenn und aber hilft halt nicht, also geht es weiter. Lange 7 km (ich schaue alle 300 m auf den Tacho). Nach rund 6 km geht der Duc der Saft aus. Mit ach und krach roll ich in die Tankstelle. 260 km mit 15 Liter: absoluter Rekord für mich.

Danach geht es weiter nach Slowenien. Die Quartiersuche wird nicht ganz einfach, aber wir finden eine Bleibe. Wie sich aufgrund der Zimmer, des Essens und des Biers herausgestellt hat, wird es wohl nicht der letzte Besuch bleiben.

Nachdem wir in Slowenien sind beschließen Dieter und Edgar meine Dezibelvesprer auszubauen. Hört sich wirklich gut an, also fahre ich ohne.

Am Sonntag geht es erst mal nach Postojna zum kulturellen Teil, der Besichtigung der Tropfsteinhöhle. Hat sich auf jedenfall gelohnt. Ich denke die 18 € sind besser angelegt als die am Glockner. Auf der Anfahrt will ich kein Risiko mehr eingehen steuere eine Tanke an. Man findet sich aber schnell wieder. Danach auf guten Straßen durch schöne Täler quer durch Slowenien. So schön, dass Andrea gleich ne extra Tour einlegt. Dann rauf auf den Vrstic. Mit unseren Straßenmaschinen sogar jede Kehre ohne zurücksetzen!

Als ich zu viele Anrufe erhalte und zu oft Danke sage wird der Geburtstag abends um neun noch bekannt. Zum feiern sind wir aber zu müde, es geht um 10 ins Bett!

Am Montag geht es wieder Richtung Italien. Edgar ist nun vor allem bei der Streckenauswahl voll im Element. Schmaler wie jeder Feldweg in Neidlingen, Dreck, Schlaglöcher, Schotter usw. Dieter und ich sind mit unseren Maschinen klar im Vorteil. Gewichtsverteilung ist eben durch nichts zu ersetzen. Andrea wird im Schlamm an die Betonmauer gedrückt und hängt fest. Kein absteigen und kein weiterfahren möglich. Wir fahren zurück und Dieter hilft ihr aus der misslichen Lage.

Die Bremshebelsuche in Udine scheitert. Im nachhinein wohl zum Glück, weil lange hätte der Neue wohl nicht gehalten. Wir biegen scharf nach rechts ab als Andrea mit der Erdanziehrungskraft bekanntschaft macht.

Im Quartier angekommen findet wohl ein neuer Event statt von dem ich nichts weiß. Zuerst probiert Dieter in einer Stunde soviel Bier wie möglich zu trinken, danach probiert es Edgar mit dem Grappa. Ich kann beides mal einigermaßen, aber nicht ganz mithalten.

Am Abend freut man sich noch ohne Probleme mit der Polizei druchgekommen zu sein. Ein Tag zu früh wie sich heraustellen sollte.

Tatort 1: alte Brennerstraße (italienische Seite) Ich überhole hinter Dieter im Tunnel ein paar Autos. Am Ende des Tunnel kommt plötzlich ein Carabiner auf die Straße gehüpft. Zu spät, wir können nicht mehr halten. Das Herz pocht, hoffentlich kommen wir noch aus Italien raus. Gibt es noch eine Autobahneinfahrt da oben? Ich glaub nicht. Also volles Programm ins rettende Österreich. Ein paar km später: Alle Motorradfahrer warnen uns. Scheiße! Also anständig fahren. Vor der ersten Kehre überholen wir noch. Beim nächsten Auto will ich dahinterbleiben, Dieter ist schon vorbei. Der Autofahrer wird immer langsamer, fährt ganz rechts. Ok, fahr ich halt vorsichtig vorbei. Und zapp, die Falle schnappt zu. Der Carabiner hüpft mit der Kelle mitten auf der Straße rum, winkt die Autos durch. Dieter hält an, ich auch. Was jetzt? Der winkt Dieter weiter und zeigt auf mich! Mit dem krimmigen Gesicht will der sicher nicht meine Duc anschauen! Ich solle parken!

Was ist jetzt los? Er sagt Führerschein und Fahrzeugpapiere. Habe ich das dabei? Ok, ich geb sie ihm. Nachdem Dieter weiter durfte wird es schon nicht so schlimm werden. Dann sagt er: Überholen in der Nähe einer Kurve: 145 Euro und Früherscheinentzug! Lange Verhandlungen! Irgendwann ein einsehen: 70 Euro, Führerschein kann ich beahlten! Die übliche Prozedur mit den Formularen dauert ewig. Mit der Angst im Nacken unendlich! Beim strengen Carbiner klingelt das Telefon. Ich denke jetzt ruft der von unten an, jetzt ist es aus. Doch da überholt der nächste. Er hat einen neuen. Gott sei Dank! Mein Dokument wird vom anderen fertig gemacht und ich kann weiter.

Oben am Brenner ermahnt uns Andrea jetzt in Österreich vorsichtig zu sein. Ich hatte eh genug und die Carabiner haben auch noch zu mir gesagt: Österreich, viel Polizei, aufpasse!

Tatort 2: alte Brennerstraße (östereichische Seite) Andrea wird noch vor Gries gestoppt. Wir kriegen es nicht mit. Überholen im Überholverbot, überfahren einer durchgezogenen Linie: 2x 35€* bitte (kein Führerscheinentzug). Sie hat nur 40 dabei. So wird eine der beiden Strafen erlassen, nachdem 35 Euronen den Besitzer wechseln geht es weiter.

Der Arlberg wird aus Zeitgründen gestrichen, se geht über den Fernpass nach Hause.

So, jetzt ist mein erster Bericht doch bischen lang geworden. Dafür müsste das mit der Nummer** dann ja jetzt auch klappen!

Gruß, René

*Anm.d.Red: Ja, die vier ist ja frei
**Anm.d.Red: Aus eigener Erfahrung: 35€ Überholen im Überholverbot und 35€ Überfahren der durchgezogenen Linie

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