Banditen Erzgebirge 20.-22.8. 2004
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Von: Helmuth
Datum: 25.8. 2004 23:19:01
Der Ring der Kümmerlinge
Freitag, 20.08.04
Mc D Neu-Ulm: Edgar sitzt beim zweiten Frühstücks-Mäc. Der dritte, den ihm die Bedienung aufdringt, geht nicht mehr rein und liegt noch auf dem Tisch, als wir uns über Feuchtwangen- Nürnberg zum ersten Treff in Bayreuth aufmachen. Das Festspielhaus liegt ruhig im Park.
Schlingensief wird erst wieder am Donnerstag seinen Parsifal geben. Champagner 10 Euronen. 0,1 Liter wohlgemerkt. René kommt mit Nina und wir stellen uns zum Gruppenfoto auf. Dem Brautpaar passt das aber nicht so recht und fotografiert im Park weiter. Auf nach Bad Berneck. Flo kommt angedüst und führt uns zum richtigen Rasthof von dreien. Ein paar Minuten später trifft Wolfgang mit seiner Honda-Egli ein. Er ist klatschnass, weil zwei Stunden nur durch Regen gefahren. Micha wartet in Schweinfurt noch auf Andrea aus Esslingen, wir machen uns über Hof auf den Weg ins Osterzgebirge. Vor Rehau treffen wir Torsten mit der grünen Kawa und Alex.
Über viele kleine Dörfer geht's weiter. Es fängt an zu regnen, in einer Rechtkurve rutscht mir das Vorderrad auf reichlich Dreck weg, mein Fuß ist sofort unten, ich fang die Fuhre noch ab, aber mein Unterschenkel knallt voll gegen die Fußraste. Der Stiefel hält aber das Schlimmste ab. Torsten ereilt das gleiche Schicksal; Edgar dahinter wundert sich, dass wir nicht auf die Fahrbahn schauen. Locker weiter über Kopfsteinpflaster, Hoppelpisten und über traumhafte Strecken. Nach einer Tankpause verlieren wir die anderen. Wir, Alex, Wolfgang und ich nehmen unsere eigene Strecke und fahren und fahren. Endlich die erste Pinkelpause. Ich: Müsst Ihr nicht mal pinkeln, eine rauchen, habt Ihr kein dreckiges Visier, tut Euer Hintern nicht weh, habt Ihr keine Hämorrhoiden, MÜSST IHR KEINE PAUSE MACHEN? Gegen 2130 sind wir am Ziel in Hermsdorf. Micha und die anderen warten bereits zwei Weizen. Katja und Peter sind auch schon da. Wie immer ist der erste Abend der gefürchtetste.
Samstag, 21.08.04
Ramona, die Wirtin ist stinksauer weil einige (ich will nicht petzen) erst nach 1100 zum Frühstück kommen. Micha hat schon am Vorabend von der genialen Strecke nach Dubi in Tschechien erzählt. Also fahren wir nach Dubi zum Tanken und Shoppen. Die Strecke ist so genial, dass ich kaum nachkomme. Aber kurz vor Dubi an der Ampel bin ich wieder dran. Wir kaufen ein, tanken und wieder zurück Richtung Hermsdorf. In der Links im Wald, es ist immer noch nass, legt Andrea ihre NTV ohne Schuld leicht auf die Seite. Die Fußraste ist schnell gewechselt und weiter geht's zum MC. Wir staunen, dass es in Hohnstein bei Bad Schandau an der Elbe einen Mc Donald gibt. Werden aber nach einigen km eines besseren belehrt. Unsere Jungs und Mädels sind beim Motorradclub, der so idyllisch gelegen, am Bach, das Elbe-Sandsteingebirge gegenüber, dass wir gleich zum Kaffe bleiben, eine Kartoffelsuppe oder Gulaschsuppe essen, ein paar Bierchen trinken. Denn Tanja, die glückliche hat heute ihren Polterabend. Da ist natürlich alles for free. Wir glauben's kaum, sammeln schnell für Tanja, um wieder heim zu düsen. Keine Frage, dass der Pseudo-Gastgeber Peter, oder Campino, wir er sich selbst nennt, uns auch zum Bleiben überreden will. Super Band würde spielen und alles for free. Wir düsen trotzdem heim. Im Neumann erwartet uns ein super Schinkenbraten in Brotteig; schließlich sind wir in einer Bäckerei mit Pension. Und dann beginnt wieder einer der gefürchteten mfu -/ oder Bandit-Abende. Wir versuchen krampfhaft, den Ring mit den Kümmerlingen auf dem Tisch zu schließen. Wegen den kleinen Feiglingen gelingt uns das heute leider nicht ganz. (Siehe Bild)
Sonntag , 22.08.04
Am frühen Morgen macht meine Hand Probleme, ich kann wieder mal nicht schlafen und lustwandle nach draußen. Herrlicher Morgen um 0530 und ich strecke mich, atme die feuchte, laue Luft und freu mich des Seins. Leise fällt die Tür hinter mir ins Schloss und ich gehe noch eine Runde spazieren. Als ich wieder rein will. ist die Tür verschlossen. Durchs Fenster erspähe ich einen späten,schlafenden Gast im Schankraum. Micha ist aber auch nach einer halben Stunde heftigsten Klopfens gegen Fenster und Rahmen nicht wach zu kriegen. Um 0700 öffnet endlich Bäckermeister Neumann und wir bringen auch Micha in Bettchen. Hat nur eine viertel Stunde gedauert. Zum Frühstück sind heute alle pünktlich da. Halt einer fehlt: Micha. Gegen Mittag kommen wir los und düsen teils gemütlich, teilweise flott über die bestens asphaltierten Strassen des östlichen Erzgebirges. Traumhafte Strecken ohne Hoppelei. Herrlich Sonne, eine wunderschöne Tour.
Wir verabschieden uns etappenweise in Hof, irgendwo auf der BAB und schließlich an der A7 bei Aalen von Andrea. Edgar düst in Nersingen ab, ich bin gegen 2300 an der Abfahrt Hittistetten.
Wieder mal ein superschönes Wochenende mit traumhaften Moped-Touren und bombastischer Stimmung.
Gruß Helmuth
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