Too fast to die

Sardinien Bilder. Mosaikstein für Tourbericht.

  • Berichte_Struktur:

Von Sven, 25.05.10, 20:27

Ahoi,

PS: Ankunft Ulm 15:30 (Meldung spät, da am WE flügellahm :) dafür nun gleich mit Teilbericht.

Meine Bilder sind mittlerweile auch nach incoming hochgeladen, also schon unterwegs. Da fehlen viele Nummern, aber ich habe nicht zensiert, sondern nur unscharfe, doppelte oder völlig fehlbelichtete (Wackler im Steuerrad) rausgenommen. Bei "Serien" hat nur das erste Bild einen sprechenden Namen.

On Mon, May 24, 2010 at 08:22:53PM +0200, Detlev Albold wrote:

> > auf dem Panorama Foto am Ende sieht man, dass Sven sich den ganzen linken
> > Arm abgefahren hat.
> > Nur ein Glück, dass der später wieder nachgewachsen ist. ;-)
> > Ich dachte der rechte war eher in Mitleidenschaft gezogen.
Ah, das ist nur spiegelverkehrt, sicher so ein Ding mit verschiedenen Betriebssystemen beim Bilder Hochladen.

War das erste Mal auf Sardinien.
"Motorrad-Funpark mit 80 EUR Eintritt" (Micha), oder "ununterbrochene Aneinanderrehung von Links- und Rechts-Kurven bei variierender Steigung" (sinngemäß ein Reiseführer), oder "Ritten in groß" sind als Beschreibung schon ganz ausreichend. Wunderschöne Bepflanzung und Landschaft.

Anreise erst zur Sardinientour, da ich früher nicht konnte. Ich hab' dann aber in Breno übernachtet und mußte mir genialerweise nichtmal ein Zimmer suchen, sondern durfte bei der Trentour im berühmten "Cambera piccolo" übernachten. Krasse Wendeltreppe in den 2. Stock. Neidisch? Hab' ich vielleicht vom Hochtragen geschwitzt...

Wetteransage Wetteronline war ja ok bis leichter Regen. Yahoo war grauenhaft. Vor jedem Paß war's dann aber schönstes Wetter und ab Ulm hatte ich eh' schon durchweg trockene Straßen gehabt. Also geschwind via Fern, Brenner, Gampen, Jaufen, Tonale. Am Jaufen hat's dann aber doch fett geregnet, der Regen wurde rgendwie fester und schließlich tanzte das Zeug als Graupel auf der Straße. Dank Regenkombi und Winterhandschuhen seit Ulm war mir (obwohl ohne Griffheizung) völlig wohlig warm. Auch kein Rutscher - und so war das genialerweise (ährlich) richtig nett.

Kettenöler kurz vor Tour futsch, weil wieder mal nicht komplett wasserdicht verbaut. Fehler. Auf dem Weg nach Breno habe ich meine Kette am Brenner um gute 2/6 Mutter-Umdrehungen gespannt, da ich vorab die beginnende Längung nicht mehr rechtzeitig für einen Kettenwechsel bemerkt hatte. Fehler. Längung: mit etwas festem Glied, das aber nicht bemerkt, weil kein Hauptständer. Wenig später also noch fester. Irgendwann großes Gejammer, wohl vom Getriebe-Ausgangslager. Kette wieder entspannt. Fehler. ...weil nicht deutlich mehr entspannt, denn nun war das Glied wohl noch fester. Leider erst merklich später dann doch noch viel mehr entspannt. Wieder geräuschfrei! Ab da sehr fleißig gesprayt. Wie lange wohl, bis der ADAC Plus das festgehende Getriebeausgangslager samt drumherum nach D zurücktransportieren würde müssen? Schon mal angefangen, mit dem Gedanken anzufreunden und trotzdem zu genießen. Ging aber doch alles gut (siehe Ankunft unten).

Hinreise also wegen Regengefahr (zu anstrengend) nicht an einem Tag. Somit relativ ausgeruht auf Fähre. Wieder spontanes Bett: im Zimmer bei Uwe und Doris, Dank!

Ich hab' dann ja die 50% Durchfallquote fix gemacht. Nach dem Korkeichenpaß wollte ich, da ich nicht rechtzeitig angehalten hatte (das ist nämlich gar kein Paß), unbedingt noch ein Mitbringsel mitnehmen. Irgendwann in einer Linkskurve eine hübsche Sardinierein entdeckt und ganz geschwind ganz zügig angehalten, da eh' schon kräftig im Verzug hinter Dieter und Fröschle. Fehler, denn das ist also der graue splitfarbene Belag, auf dem ich Split doch nicht bemerke. Weggerutscht und entweder auf die rechte Schulter gelegt oder nicht ganz erfolgreich "abgestützt" (wäre wohl schwierig). Aua. Nach gefühlten Minuten mich ohne rechten Arm unter Mopped hervorgepult. Spiegel ab, sonst alles gut! Siehe Bilder. Geschwind das Mitbringsel mit Taschenmesser aus der hübschen Sardinierin rausgeschnippelt (siehe Bilder). Dabei von ihren Sklaven attackiert, da unaufmerksam, weil ja etwas flügellahm. zuerst nur eine kleine Schnellstraße von Feuerameisen (Bilder), plötzlich der Versuch einer massiven Blitz-Übernahme des Sven. Goliath gewinnt hier. Weiterfahrt: Auf einer schön mäandernden Strecke sogar flink einem Österreicher gefolgt. Insgesamt aber doch sehr anstrengend. Jacke oder Handschuh oder Helm an/ausziehen: total albern. Am nächsten (wenn auch gewissermaßen letzten) Tag sehr gerne ausgesetzt.

...Ein Transporter hat, auch auf der Strecke, noch versucht, Dieter auf dessen Spur zu crashen, aber der war (Dank vollendeter Rochade) schlauer. Dank Lernresistenz (oder vielleicht auch starkem Schielen? o.ä.) hat der Transporter-Fahrer sich dann auch noch mit Fröschle bzgl. der Mittellinie angelegt, das wurde dann weniger spektakulär bewältigt. Ich war entweder zu langsam oder einfach auf einer Geraden oder er schon im Abgrund. Doris hatte auf der Strecke früher auch schon so ihre Erfahrungen gesammelt -- also ich würde die Strecke dann bald mal rot einzeichnen .

Auf der Reise in den südlichen Teil via Cagliari hatte ich als Nachzügler ja mitbekommen, wie Chris und Deddi das mit der Ausfallquote deutlich spektakulärer und noch viel unglücklicher ausprobierten. Kondolenz!

Ich habe mir also zur Feier des Tages am Abend noch ein Festmahl gegönnt (sündhaft teure Vorspeisen-Gambas, lecker Dorade, Flasche Riserva, und ich hätte als Dessert gerne Creme Brulee, Creme Caramel und Panna Cotta bestellt. Caramel war aber aus, also zwei Brulee. Letztlich war ich dann doch mal viel voller, als mir lieb war.

So waren wir jedenfalls schließlich drei Quasi-Invaliden und gönnten uns einen Tag am Strand. Ich werd' ja nicht müde zu betonen, daß ich Wärme liebe und hab mich mit Hose, Shirt und Kappe wie ein Reptil mal so richtig durchgrillen lassen (ich mag die ganze Eincremerei irgendwie nicht). Oah, wie geil.

Auf der Fähre zurück wollte ich dann doch mal einen Pullman ausprobieren, hatte mich schon quasi-gemütlich eingerichtet. Dann kam die spontane Nachricht, daß Chris und Deddi ihr 2er mit einem 4er getauscht hatten und ich einziehen konnte. Auch hier Dank! Jaja, also das mit dem Zimmern werde ich künftig einfach mal selber richtig machen...

Mein Arm hat's mir wohl gedankt, daß ich nicht im Pullman lag. Aber schon am Abend war der Rücken zunehmend anstrengend. Am nächsten morgen fuhr es mir dann so richtig rein (mglw. wegen Armschonhaltung etc.). Zuerst konnte ich die Bodenwellen nicht mehr mit 160+ nehmen, irgendwann war die Beweglichkeit fast weg, Kopfschmerztablette aus Bellinzona half auch nicht. Außerdem nervte die Kette nun zusehends mit zügiger Längung. Spannen? Nä, nich schon wieder!... Zuletzt halt alle hundert Kilometer gefettet. Rückfahrt also eigentlich nur Tankstopps und kettenfetten. Siehe übrigens letztes Bild nach Ankunft Ulm. Nach einer Stunde im Auto weiter gen Norden konnte ich mich dann oberhalb des Gürtels praktisch gar nicht mehr bewegen. 2g Ibuprofen und heiße Wärmflasche hielten nur bis 6 Uhr morgens. Spritze vom Dottore (Diclofenac und Dexa, empfehlenswert!) am Montag morgen half endlich.
Boah. Wie. Entspannend. !. Rest des Montags komplett gerettet.

Sven

Navigation

Neue Mitglieder

  • clitusbyron24
  • cluplefiafe
  • ThagoTicpoogs
  • gaterfoko
  • dslava