Too fast to die

Ostertour Apennin 25.-28.3. 2005

  • Berichte_Struktur:

Von: Edgar
Datum: 29.3. 2005 15:17:21

Bilder

Hi Leute,

Fakten, Fakten, Fakten:

Mitfahrer: Andrea, Andy, Bobby, Dieter, Edgar, Rolf

Kilometer: 550 250 250 600

Im Vorfeld haben thomasmäßig abgesagt: Sven, Klaus

Karfreitag

Treffpunkt war McD Ulm um 0930, also noch genügend Zeit vorher Wetter Online auswendig zu lernen. Besonders das Regenradarbild für den Freitag macht Mut: Alle dicken Regenwolken sind bereits abgezogen, nur ein Klecks ist noch Richtung Lindau im Anzug. Der Rest des langen Wochenendes sieht gut bis sehr gut aus.

Frühstück im McD, alle sind bereits da. Jeder berichtet von Reisevor bereitungen und daß er gar nicht bzw. gerade noch fertig wurde. Ja ja, der Frühling kam schon verflucht schnell...

Wir hatten uns ja für die Variante B (Appenin auf schnellstem Weg) entschieden, also rauf auf die Autobahn und dann ab nach Piacenca. Bis Memmingen teilweise Nieselregen (Quasi die Nachzügler vom Radar), dann heftiger Regen bis Dornbirn. In der Schweiz sind sind zuerst blaue Stellen am Himmel zu erkennen, ab Chur nur noch blau. Es wird diskutiert die Thermofutter zu entfernen.

In Bellinzona Mittagspause, Bobby kommt mit Doppel-X. Weiterfahrt auf der Autobahn bis Piacenca, dann ab ins Trebbiatal. Schöne Kurven, Bobbio kommt viel zu früh und beschließen ein Nachtquartier zu suchen. Stolze Preise da unten. Nachdem wir uns ein Vergleichsangebot aus dem Hotel nebenan eingeholt hatten bestand die Wirtin des 1. Hotels vehement auf eine Nachverhandlung. Also gut, dann bleiben wir halt da.

Ein ausgedehntes Feierabend-Begrüßungs-Einklangs-Bier, dann ein Super-Abdendessen. Völlerei nach dieser enthaltsamen Fastenzeit. Was auffällt: Das Rauchverbot in italienischen Räumlichkeiten wird konsequent
eingehalten. Nachdem ich inzwischen nur noch der einzige Raucher bin darf auch nur ich leiden. Gemütlicher Ausklang des Abends. Da wir beschlossen haben am nächsten Tag recht früh aufzubrechen gehen wir auch zeitig zu Bett.

Karsamstag

Frühstück 0800, Abfahrt 0930. Das Trebbiatal zu Ende fahren, Genua aus Zeitmangel rechts liegen lassen. Auf den Bergen sind wir in den Wolken, im Tal hat es leichten Nieselregen. Wir beschließen wieder weiter ins Landesinnere zu fahren da wir den Regen am Meer vermuten. Die Straßen sind teilweise noch naß und alles andere als gekehrt. Gegen Mittag kommt die Sonne dann raus und wir beschließen noch ans Meer zu fahren. Am Meer führt uns dann eine Rolf ("Ich hasse Fisch!") in ein Restaurant - das ausschließlich Meeresfrüchte kredenzt. Fischlose Tortellinis gibt's aber auch.

Dann geht's weiter, bergauf, bergab, keine Ahnung wo wir überall fahren. Rolf hat eine klasse Tour vorbereitet und die Routen am Donnerstag bereits an die Garmin-Besitzer verteilt. Und wenn sie
nicht vergessen hatten ihre kleinen Spielzeuge damit und den dazugehörenden Karten zu füttern so konnten sie problemlos diesem kleinen Pfeil auf dem Display folgen. So wie ich. Und ohne analoge Karte hat das den immensen Nachteil daß man keinen blassen Schimmer hat wo man sich befindet und wo man herkommt.

Gegen 1800 beziehen wir ein Hotel, dürfen allerdings nicht die Garage benutzen. Eine Gruppe Motorradfahrer hätte die ganze Garage gemietet. Diese Gruppe stellt sich dann als der BMW-Owner-Club Italien heraus. Auch die Nichtbenutzung der Garage hatte Vorteile, da diese ca. 1000m entfernt war...

Abendessen, noch braverer Ausklang.

Ostersonntag

Regen. Zuerst fahren wir die geplante Tour weiter, was aber bei dem Regen nicht sehr viel Spaß macht. Also auf direktem Weg Richtung Autobahn und Gardasee. Rolf will gleich weiter nach Hause fahren. Ich erkläre ihm daß am nächsten Tag _bestes_ Motorradwetter herrschen wird. Rolf glaubt es nicht - Heidrun hat ihn mit Wetter-SMSs versorgt die ihn nicht zuversichtlich stimmten. Er läßt sich allerdings doch überzeugen.

Hotel bezogen in Bardolino. Der Regen hört auf. Heidrun hat ihre Einschätzung der Lage revidiert, Rolf ist wieder zufrieden. Hotelzimmer ist klasse: Riesen-Heizkörper auf dem alles zum Trocknen Platz hat. Wir beschließen abends nur eine Pizza zu essen, wird aber trotzdem wieder ein Gelage.

Ostermontag

Strahlend blauer Himmel. Wir wollen mit der Fähre über den Gardasee fahren. An der Anlegestelle ist kein Auto, die Fähre gerade abgefahren, die nächste kommt in 50 Minuten. Also erstmal tanken. Wir kommen wieder
hin, überall Autos, wir müssen auf die übernächste warten. Am anderen Seeufer angekommen geht's dann in die Berge zum Valvestina See und Idrosee. Dort erfahren wir daß der Croce Domini Paß noch geschlossen ist ("110%!!"). Also hoch ins Val di Sole, Tonnale Paß, Aprica, Bernina. Mit der Vereine Verlade nach Klosters, Heidiland, Illertal, Verabschiedung.

Fazit: Die Saison hat begonnen! Trotz dem Regentag war es eine schöne Tour und ich hätte mich sehr geärgert wenn ich nicht mitgefahren wäre.

Gruß Edgar

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