Too fast to die

Pfingsttour Dolomiten

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Von: Helmuth
Datum: 19.5. 2005 22:39:53

Bilder

Hi, Bericht aus eigener Sicht, Pfingstour

Ich wollte wirklich pünktlich wegkommen. Aber nachdem Wetter-online Regen meldete, musste ich ja unbedingt noch meine Stiefel eincremen. Und prompt landete die Schuhcreme auf dem Teppich. Und natürlich genau auf dem kleinen weisen Quadrat, wo der Teppich doch sonst fast ganz blau ist. Meine Fresse, hab ich geschrubbt. Jedenfalls kam ich noch rechtzeitig zum Treffpunkt. Dass Edgar gerade seinen Helm aufsetzte und die anderen schon weg waren, dafür konnte doch ich nichts. Jedenfalls musste ich noch tanken. Die fahren eh nicht so schnell und so wollte ich zügig nachkommen. Doch auf dem Oberjoch war auch niemand mehr. Komisch. Also schnell ne Mail an Edgar: „Nicht Oberjoch? Wie weiter?“. Edgar antwortet nicht. War mir auch gleich klar. „So ne dämliche Mail hab ich noch nie bekommen“ Flüstert er mir später in Andermoia. Die Fahrt über Gaichtpaß zieht sich und die Baustelle hält mich und mittlerweile schon ca. 40 andere Mopedfahrer auf. Die sperren einfach die Straße und bauen weiter. Sind ja auch Österreicher. In Italien will ich aufholen und fetzte die Bundesstraße nach Sterzing hinunter. Genial. Trocken. Keine Gendarmen, einfach traumhaft. Über Bruneck und die Panoramastraße im Val Badia lauf ich fast pünktlich, aber doch zum zweiten Weizen in Andermoia ein. Das gewohnt heimelige Bild: weizentrinkende, müde Mopedfahrer auf der Straße. Langsam beginnt der warme Regen und wir beziehen Quartier. Verteilt auf 3 Hotels treffen wir uns nach 20 00 zum Vier-Gänge-Menue. Die Welt kann so schön sein.An der Bar darf man noch bis Ende Mai rauchen. Nicht alle nutzen das.
Der Wirt hat schon lange aufgehört, Andrea, Andy und Dieter ebenfalls. Die Nichtraucher wollen auch mich überzeugen. Mit minimalem Erfolg; ich rauche nur zwei weniger. Warum darf Edgar eigentlich ungestört weiterrauchen? Oder hat er Abgewöhnungsversuche anderer schon hinter sich. Zweiter Tag; zweite Konfusion.
Zielstrebig gehe ich ohne Sehhilfe zum Frühstückstisch, wo wir gestern noch gemütlich zum Abendessen saßen. Als ich breit vor dem Tisch stehe, mein Platz ist schon besetzt, muss ich erkennen, dass ich auch aus der Nähe niemand erkenne, den ich kenne. Verdutzt, die Situation retten wollend, wünsche ich allen Unbekannten guten Appetit. Derweil erschallt vom Nebentisch schallendes Gelächter: Hier sind wir! (Kuckuck). Jetzt erkenn ich sie. Die Schurken haben sich heute einfach an einen anderen Tisch gesetzt. Die Fahrt beginnt durchwachsen, es ist noch feucht auf den Straßen, regnet aber nicht mehr. Eierig fahre ich zum Pordoi hoch. Noch ziemlich steif. Den Nigerpaß hinunter geht es schon wieder. Und über Blumau nach Bozen hinüber und den Ritten hoch bin ich fast warm. Aber Sandra kann fahren was sie will, die hängt mich immer ab. Rene und noch einer haben Hunger und halten schon weit vor der Rittenhöhe vor einer Pizzeria. Nach zwei Portionen Alio und Olio sechs Literflaschen Meranser Wasser und Cappucino geht’s weiter auf der Ostseite den Ritten hinunter. Im Regen.

Dritter Tag; keine Konfusion.
Wir fahren diesmal direkt zum Grödnerjoch hinauf, irgendwo in den Dolomiten rum und kommen wieder in Blumau heraus und fahren nach Bozen hinüber und - den Ritten hoch. Jetzt bin ich warm und es läuft recht gut. Jedenfalls bin ich zeitig oben. Cappucino im Cafe und weiter ins Sarntal hinunter. Köfferchen mit seiner Hayabusa überholt mich noch, bis ich ihn kurze Zeit später wieder einhole. Der fährt verdächtig langsam. Unten gesteht er dann, dass er mit Hilfe der Leitplanke die Kurve gut gekriegt hat; die Rechtskurve. In Sterzing biegt die Truppe nach Süden, ich nach Norden, bis Pfingstmontag kann ich leider nicht bleiben. Aber ich gönn mir noch das Kühtai, das diesmal trocken und neu geteert ist, genial. Es ist bereits gesagt worden: Es war wieder super geil.

Helmuth

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