- 2010
- 2009
- 2008
- 2007
- 2006
- 2005
- 2004
- 2003
- 2002
- 2001
- 'Luscht'-Tour
- Also - gut! - B
- Also - gut!
- EV GSN 01
- EV Gambas
- EV Gambas-B
- EV TKT Fete
- Frontour - B
- Frontour
- Jahresrückblick
- Jungfernfahrt - B
- Jungfernfahrt
- KickOffTour
- KickOffTour-B
- KickOffTour-C
- Mai-Tour 01 - B
- Mai-Tour 01
- Neunertour
- Nikolausi
- Nikolausi-B
- Oktobär 01 - B
- Oktobär 01 - C
- Oktobär 01
- Ostern 01 - B
- Ostern 01 - C
- Ostern 01
- PKS I - B
- PKS I - C
- PKS I - D
- PKS I
- PKS II - B
- PKS II
- Pfingsttour - B
- Pfingsttour
- Presse 31.08.2001
- SAT/WT Lech/EH
- SAT/WT Lech/EH-B
- SAT/WT Lech/EH-C
- SAT/WT Lech/EH-D
- SAT/WT Lech/EH-E
- SHT I
- ST Baßgeige
- ST Bludenz
- ST Lechtal
- Tortellinitour
- Tortellinitour-B
- WT EH
- WT Frankreich
- WT Slowenien
- 2000
Wochenend "Pass emol uff" Tour 18.-20.5. 2001
- Berichte_Struktur:
Von: Edgar
Datum: 21.5. 2001 19:54:47
Freitag 18.5.
Morgens 9 Uhr in Deutschland: Regen, starker Regen. Wetter-Online sagt: "Alles wird gut!". So denn. Anziehen, Regenkombi an. Und jetzt schnell machen, sonst sterbe ich den Hitzetod.
Treffpunkt 1000 bei Dieter in Offenhausen. Vorher noch Semmeln organisiert und geschickt unter der Regenhaube des Tankrucksacks trocken gelagert. Bei Dieter angekommen wieder raus aus den Klamotten, frühstücken. Sonst kommt niemand. Komisch. Streckenänderung: direkt in Süden (A7) um so möglichst schnell auf trockene Straßen zu kommen. Wieder rein in die Klamotten, aufsitzen,losfahren - Pause. Tanken und Dieter muß sein Mopped dampfstrahlen, im Regen. Hatte am Vortag ein Super-Schnäppchen gemacht: die Anstaltspackung Nähmaschinenöl in einer Sprühvorrichtung. Und dann den Inhalt großzügig und -flächig auf dem Mopped verteilt. Und jetzt waren solche Dinge wie Reifen und Bremsen ebenfalls eingeölt, komisch. Anschließend noch ein Schnäppchen: Kettenfett in der Mini-Sprühflasche: "Nur 3,98!". Nun denn, auf geht's.
Morgens 11 Uhr in Deutschland: Regen, starker Regen.
Wetter-Online sagt: "Alles wird gut!". Wir glauben fest daran. Dieter hält mich auf der Autobahn an: "Meine Blinker geh'n nicht mehr!" Den Vorschlag, in Kempten zum Hondahändler zu gehen wird rundweg abgelehnt: "Solche Kinkerlitzchen brauch' ich nicht!"
Nun denn.
Je weiter wir in den Süden kommen destoweniger regnet es. Und heller wird es. Ab Österreich kein Regen mehr. Wir trauen der Geschichte nicht so ganz und lassen die Regenkombis an. Fernpaß mit obliagtorischem Foto. Allerdings kein Essen. Und außerdem wollten wir das Gejammere der Wirtin nicht hören...
Fernpaß runter und Richtung Innsbruck. Die Straßen werden trockener aber nie ganz trocken. Scheinbar fahren wir einer großen Regenfront hinterher. Brenner rauf und runter. Die Straßen werden nasser - wir nähern uns der Regenwolke. Kurz vor Bozen verrät uns ein Blick in die Karte daß wir vielzuweit gefahren sind. Also wieder zurück nach Brixen und dort nach Bruneck, Österreich. Durchs schöne Gailtal über wieder abtrocknende Straßen. Es wird merklich kühler und dunkler und wir beschließen uns hier eine Unterkunft zu suchen. Wir finden auch eine Pension in einer Modelleisenbahnlandschaft. Abendessen. Und zum trinken gibt's örtliche Spezialitäten: Dieter probiert Gösser-Bier und ich Kremser Wein. Dieter schmeckt's gar nicht. Komisch.
Samstag 19.5.
Weiter durchs Gailtal Richtung Villach. Wunderschöne Kurven und Berge. Wir liefern uns Rennen mit Transportern, die vollbeladen durch die Kehren heizen und soviel Ehrgeiz entwickeln schneller als wir zu sein. Das gelang denen auch, allerdings nur mit äußerst unfairen Mitteln: Mitten auf der Straße fahren und so niemanden vorbeilassen. Dieter greift tief in sein Trickkistchen und überholt - rechts. Ha, damit hatte der Österreicher nicht gerechnet!
Der Sprit neigt sich dem Ende zu. Wir beschließen, nachdem Dieter auf dem Brenner sich Lire aus dem Automaten ließ (keine Ahnung warum) in Italien zu tanken. Naßfeld-Paß hoch. _Genial_. Naßfeld-Paß runter. Weniger genial. Forte Chiusa. Plötzlich kommt ein Wegweiser mit Slowenien und noch keine Tankstelle. Egal. In Slowenien gibt es sicher auch Tankstellen: "Das ist wie in Österreich!" muß ich Dieter dauernd erklären.
Wir fahren in den, laut Karte, nächsten größeren Ort. Immerhin gibt es einen Bankomat der mit Eurokarte SIT ausspuckt. "Das ist wie in Österreich!". Keine Ahnung, wieviel 40.000 SIT sind. Wir schätzen mal so 300 DM. Lustig, irgendwo bunte Papierblättchen herzugeben ohne zu wissen, was die Wert sind. Aber eine Tankstelle gibt es auch nicht, dafür ca. 5000 Rafting-Agenturen. Und jedes 2. Haus hat ein "Zimmer frei"-Schild am Gartenzaun. Unterkunft ist also auch gesichert. Nun geht's weiter Richtung Kranska Gora, super Straßen mit enorm viel Gripp. Da könnte sich der Ostalbkreis eine große Scheibe abschneiden...
Beim Paßhochheizen zieht die Doppelx irgendwie nicht mehr so richtig und bockelt recht heftig. Komisch. Also rechts ran. Dieter fährt in den nächsten größeren Ort, laut Karte ("Da waren nur 3 Häuser!"). Bleibt auch liegen. Hält Auto an. Insassen kennen das Problem und geben bereitwillig den Inhalt ihres Reservekanisters. Dieter heizt weiter, kauft Kanister, tankt und eilt wieder zu mir.
Völlig schockiert berichtet er von den Straßenzuständen auf der Paßabfahrt: "Du glaubst es nicht! Kopfsteinpflaster in den Kurven! Und dann noch Sand drauf! Und den haben sie dann auch noch naß gemacht!" Also nach Kranska Gora geeiert. Dort durfte ich dann auch tanken. Dieter hat auch noch seinen Tank gefüllt ("Man weiß ja nie, wann wir wieder eine Tankstelle sehen!") - ca. 0,83l gingen rein.
Weiter nach Jesenice und dort nach Bled. In Bled sah alles aus wie am Garda-See. Touristenhochburg. Ossi-Busse. Weiter eine kleine Straße gesucht und gefunden. Ist schon komisch, irgendwo zu fahren wo einem die Wegweiser überhaupt nix sagen: Die Orte auf den Schildern waren nicht auf der Karte und die in der Karte waren nicht beschildert. So sind wir denn nach Himmelsrichtung gefahren und wunderschöne kleine Sträßchen entdeckt. Aber die Kehrseite der Medaille war: irgendwann war es nur noch Schotterpiste, und dann einfach Ende! Wieder zurück und die nächste Abfahrt probiert. Da ging es irgendwann durch einen Nationalpark. Und irgendwann waren wir in Bohinska Brstica wo wir uns 2 bombastische 4-Bett-Suiten über 2 Stockwerke anmieteten. Abendessen etc.
Sonntag 20.5.
Nach dem Frühstück sah das Wetter überhaupt nicht gut aus worauf wir beschlossen, direkt Richtung Villach zu fahren und so den Wolken zu entfliehen. Wurzenpaß, Windische Höhe. Schönes Kärnten. Keine Polizisten mit Lasergeräten etc. Turracher Höhe. _Geniale_ Kurven. Tauernpaß. Mittagessen in Tweng. Paß Lueg. _Äußerst_ geschickt Salzburg umfahren (siehe Karte). Bad Reichenhall. Dann A8. Hierüber sag' ich mal nix - das käme einer Selbstanzeige gleich...
Fazit
- Slowenien _ist_ wie Österreich
- Kaum Motorradfahrer unterwegs
- Allemal eine Reise wert
- Das Paradies für Rolf und Rainer
Gruß Edgar
- 2272 Aufrufe
