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Wochenendtour EH 7.-8.7. 2001
- Berichte_Struktur:
Von: Dieter
Datum: 14.7. 2001 11:26:41
Hallo.
So, dann schreib ich halt den (Kurz)Bericht. ;-)
Die Abfahrt in Ulm war recht unspektakulär, ausser, das ich total verpennt habe. Nach dem Aufstehen war mir sehr schnell klar, dass ich werder fahren kann und bestimmt auch nicht darf, dieweil wir am Vorabend im Ambiente verhockt sind. Aber Edgar wird es nicht anders gehen. Also schnell gerichtet, gepackt hatte ich nach dem Ambiente schon (aber dazu später noch), und los. Nächster Halt war 500 Meter später bei meinem Mineralöllieferranten. Erst mal feinen Treibstoff und Tabak organisiert. Eher unwichtig, viel wichtiger waren drei Büchsen Cola. Diese weggeext und ab zum ersten Treffpunkt Biberach, dort wartete bestimmt schon lange Edgar. Zum Glück ist die B30 gut ausgebaut und solide. Am Parkplatz angekommen habe ich noch etwas Probleme mit dem 'Selberlaufen'. Edgar war schon da. Ich hab mich dann erst mal entschuldigt. Edgar ist etwas unverständlich, hmmm, AmKopfKrattttz, doch nicht verschlafen(?), naja, egal. Und wieder weiter zur Tanke nach Isny, der letzte Treffpunkt. Robert und Susanne sind schon da. Wen wunderts, für Robert ist ja bestimmt schon wieder fast abend.
Das Wetter war sehr gut. Von Isny sind wir dann über den Oberjoch/Gaichtpass gegen Süden. Jetzt kommt eine recht tröge Anfahrt über Imst/Sölden zum Timmelsjoch. Die Passfahrt auf der Ösi-Seite macht richtig Spass. Oben angekommen geht die Ösi-Abzocke los, Maut. Aber nicht nur das, sondern irgendwer hat die Heizung abgedreht, den Fön angeschalten und die Dusche aufgedreht. Nicht dass das reicht, irgendwem hat auch der Cocktail nicht gemundet und mit dem Eis auf uns geworfen während er uns versucht hat mit dem Haarfön von der Strasse zu blasen (mich), bzw. Edgar in die Felswand. Das war aber nur kurz, in St. Leonhard wurde dann alles wieder gut, ein kurzer Schauer eben. In Meran haben wie dann auch wieder gemerkt das wir in Italien sind. Dann folgt eine schöne Auffahrt zum Eichhörnchen über das Gampenjoch.
Eichhörnchen, wie immer. Ich mache mir so langsam Sorgen, was denn alles so in meiner Gepäckrolle sein wird, da ich mich absolut nicht mehr daran erinnern kann. Die fachmännische Kontrolle ergab:
1 Jeans
1 Paar Schlappen
4 Unterhosen
5 T-Shirts
7 Paar Socken
1 Dose Autoöl 5W60
1 Taschenlampe
Hmmm, wo ich wohl hin wollte und, vor allem, wie lange und mit was, naja. Nach dem vier Gänge Menü war dann erst mal Ruhe am Tisch. Was dann aber die neun (diesmal haben wir gezählt, acht hat sie nur berechnet) etwas gelockert haben. Auch der Schnaps hat etwas geholfen. Gegen halb Vier ist Susanne dann ins Bett (Ja, es gibt bei uns noch jemand mit Hirn). Als ich gegen Fünf ins Bett wollte, bekam ich von Robert und Edgar ein Glas Wein hingeknallt, mit der Aufforderung: 'Trink jetzt!'. Also gut. Zehn Minuten später war der Hals dann endgültig voll und ich musste, trotz halb vollem Glas Wein, doch ins Bett, und zwar schnell. Robert und Edgar blieben noch.
Irgendwie hab ich es dann am nächsten Morgen doch geschafft gegen Neun aufzustehen. Kaum aus der Dusche rausgekommen, brummelt drausen ein Apfelbutzen. Naja, soviele stehen da ja bestimmt nicht rum: Robert! Agathe meinte nur, das die zwei zum See hoch gefahren seien. Warum wundert mich sowas nicht mehr? Edgar hatte es da schon schwieriger, hä hä.
Nach dem Badeausflug von Susanne und Robert ging es dann weiter Richtung dem Tonale Pass. Ich bin begeistert, endlich aktive Kriegsführung gegen andere Moppeds. Zuerst war eine Gruppe schwuler BMW-Fahrer [TM] dran, aber das Thema war schnell erledigt. Danach kamen zwei Schwuchteln mit einer XJR und XX dran. Die waren dann doch typisch: auf der Geraden am Seil gezogen und in der Kurve den Anker geworfen. Warum lassen einen solche Trottel nicht einfach gefahrlos vorbei, wenn man in Kurven neben sie fährt und sie auf der Geraden gerade mal 10 Meter gewinnen? Aber Mut siegt und die XX hatte dann doch mehr Angst vor der Felswand ... gewonnen. ;-) Der Tonale kommt jetzt in meine Sammlung geiler Pässe. Auf der Landkarte völlig uninteressant, macht er aber zum Fahren um so mehr Spass.
Über Bormio gings dann weiter zum Stilfser Joch. Von dieser Seite macht das Hochfahren wenigstens Spass. Oben ging dann der VFR deutlich die Puste aus. Im Stand ging sie aus und auch im Ersten fast nicht mehr in den roten Bereich zu bringen. Die Abfahrt war einfach nur Scheisse.
Jetzt war´s irgendwie halb fünf und keiner hatte mehr so richtig Lust. Nun kommt eine unspektakuläre Heimfahrt über den Reschenpass. Ab Imst wurde es wieder kalt und es hat geschifft. Nach dem Grenztunnel haben wir uns dann verabschiedet und Edgar und ich sind alleine die Bolzerbahn 7 heim. Es schifft immer mehr. Das es nicht zu langweilig wird, haben wir getestet, wie schnell man wohl im strömenden Regen fahren kann. Hier das Ergebnis: Es gehen problemlos, mit abgefahrenen Reifen, pemanent zwischen 220~240, ab und zu schwimmt´s halt ein bisschen. Hinter BC wurde es dann besser und wir sind zur letzten Zigarette auf einen Parkplatz raus. Da musste Edgar dann zugeben, dass er sich Sorgen gemacht hat. Es ging um seine neue Bürzeltasche, bzw. deren Regenhaube die es fast weggeweht hatte. Wie er das wohl seinem Händler klar gemacht hätte, gröhl. ;-)
Fazit: trotzt dieser zwei Wettereinlagen hat es mal wieder Spass gemacht und es hat uns nur ein Motorrad in den zwei Tagen überholt, das Ego ist also auch befriedigt.
Gruss Dieter
Tourdaten:
Wer es nachrechnet wird feststellen das was nicht stimmt. Liegt daran,
dass ich die Strecke nach oben korrigiert habe, da mir unterwegs über 20
km die Baterien ausgegangen sind. ;-)
=== Tag 1
Strecke: 381,8 km
Durchschn. Fahrt: 76,8 kmh
Durchschn. ges.: 56,5 kmh
Standzeiten: 01:33:36 h
Fahrzeiten: 04:50:18 h
Gesamtzeit: 06:23:55 h
=== Tag 2
Strecke: 543,3 km
Durchschn. Fahrt: 80,1 kmh
Durchschn. ges.: 63,2 kmh
Standzeiten: 01:34:59 h
Fahrzeiten: 06:32:08 h
Gesamtzeit: 08:07:06 h
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